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Erholung im Kloster? Nicht für jeden geeignet

Was immer mich geritten hatte, als ich zusagte zum Projekt “Erholung im Kloster”, ich weiß es nicht. Deshalb das Fazit zuerst: einmal und nie wieder! Das ist jedoch nur meine Meinung, denn meine Freundin, die mich dazu überredet hat, schwört seit Jahren auf diese Art der Entspannung. Für mich war es wohl einfach zu viel des Guten. Vielleicht war das Programm des ausgewählten Klosters auch einfach zu streng für meine Mentalität. Mittlerweile habe ich erfahren, dass es auch weit lockerere Programme hinter anderen Mauern gibt. Aber wie gesagt, meine Bekannte ist hin und weg von den Benediktinerinnen in Norddeutschland. Ich bin ein sehr kontaktfreudiger Mensch und von Natur aus sehr mitteilungsfreudig. Kaum angekommen in unserer “Herberge” hatte ich das Gefühl des “Sister Act” Effekts. Sie wissen schon: Beten und Arbeiten und Schweigen. Bitte nicht falsch verstehen: Ich habe selten solch nette Menschen kennengelernt, die scheinbar mit unendlicher Geduld ausgestattet sind. Das ganze Anwesen ist wunderschön, das Essen war durchaus ok. Aber das Programm war doch eher für Menschen ausgelegt, die auch empfänglich für Religion und ihr Anliegen sind. Ich habe es in diesen Tagen nicht geschafft, zur Ruhe zu kommen. Dieses direkte Abschalten aus meinem oftmals hektischen Alltag habe ich leider nicht bewerkstelligen können. Andererseits war´s ein Versuch wert, auch wenn ich wohl die Einzige in der Gruppe war, die enttäuscht Heim gefahren ist. Wen es jedoch interessiert, dem empfehle ich die Seite der Evangelischen Kommunitäten. Dort kann man sich einen Überblick über die Angebote und Programme machen und findet vielleicht eher ein passendes Objekt.

 

geschrieben von Jenny