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Natururlaub in Schweden – eine echte Alternative
In unserer Familie sind seit der Sache mit der Vulkanasche und den gecancelten Flügen 2010 alle zu eingefleischten Schweden-Fans geworden. Statt wie üblich in die Türkei oder nach Mallorca oder Menorca zu fliegen, haben wir letztes Jahr umdisponiert und sind mit dem Zelt vier Wochen lang durch Schweden getingelt. Das war so klasse, dass wir dieses Jahr eine Ferienwohnung am Siljansee in der Provinz Dalarna gemietet haben.
In Schweden wird man unweigerlich zum Naturburschen (oder -mädel) das geht bei den unberührten Wäldern, klaren Seen und unzähligen Bächen gar nicht anders. Wir hatten dort Elche direkt am Haus und Biber unten am See. Wir fühlten uns wie die Familie Robinson in der Wildnis.
Die Kinder haben die neue Art Urlaub erst etwas zurückhaltend aufgenommen. Aber schon letztes Jahr im Zelt stieg die Begeisterung zusehends. Dieses Jahr waren sie quasi nur noch zum Essen im Haus. Ansonsten streiften sie wie die Kinder von Bullerbü durch die Umgebung, bauten Hütten und stauten Bäche auf. Unsere Stadtpflanzen blühten dabei richtig auf. Das war der erste Urlaub, wo PSP und Nintendo DS kaum Beachtung geschenkt wurden und irgendwo vor sich hin staubten..
Aber auch wir Erwachsenen hatten Spaß. Zum Ferienhaus gehörte ein Bootssteg mit Kahn. Ich bin gerne mit meiner Frau Katrin hinaus auf den See gefahren und habe die Vögel beobachtet. Ab und zu sogar einen Fischadler. Manchmal habe ich auch versucht zu angeln, aber zur Erleichterung Katrins nie etwas erwischt.
Wir sind außerdem sehr viel gewandert. Ein Nachbar in der Ferienhaussiedlung hat uns viele interessante Touren gezeigt. Und wenn es uns zu viel wurde in unserer Waldeinsamkeit, sind wir raus nach Mora, Leksand oder Rättvik gefahren, haben dort Eis gegessen und die schöne Umgebung genossen.
Unser Fazit: Es muss nicht immer der Süden sein. Ein Natururlaub in Schweden kann es mit Sonne, Sand und Meer durchaus aufnehmen.
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geschrieben von Konrad















